„Eigentlich müsste ich mal wieder einen Blogbeitrag schreiben, aber mir fällt einfach nichts ein.“ Genau dieser Satz begleitete mich in den letzten Tagen. Ich saß da, wollte unbedingt einen wertvollen Impuls mit Dir teilen, spürte diesen inneren Anspruch und merkte, wie mein Kopf immer leerer wurde. Je mehr ich wollte, desto weniger passierte.

Irgendwann habe ich tief durchgeatmet und den Druck ganz bewusst herausgenommen. Ich habe mir erlaubt, dass es völlig in Ordnung ist, wenn mir heute kein Thema begegnet. Und genau in dem Moment, in dem ich aufhörte, nach einer Antwort zu suchen, war sie plötzlich da. Mir wurde klar, dass genau dieser Druck, unter den wir uns setzen, das heutiges Thema ist.

Denn in der Verbindung zu unseren Tieren passiert uns exakt dasselbe. Wir lieben unsere Tiere so sehr und wollen es bestmöglich für sie machen. Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als sie zu verstehen und ihre feinen Signale richtig zu deuten. Wir setzen uns hin und möchten wahrnehmen, möchten empfangen und schon ist da Anstrengung und Druck. 

Die Gedanken fangen an zu kreisen. Bin ich offen genug? Empfange ich das Richtige oder bildet mein Kopf sich das nur ein? Wir bewerten uns, noch bevor die erste feine Schwingung überhaupt unser Herz erreichen kann. Wir stellen Erwartungen an uns selbst, an den Moment und manchmal auch an das Tier.

Ich kenne diese Frequenz nur zu gut. Aber was passiert eigentlich in diesem Moment energetisch?

Wenn wir wollen, gehen wir in eine aktive, nach außen gerichtete Energie. Wir greifen sozusagen nach der Antwort. Aber echte Wahrnehmung, die tiefen Impulse aus dem Feld und die feine Sprache Deines Tieres, braucht das Gegenteil. Sie braucht das Empfangen. Und Empfangen können wir nur, wenn wir den Raum öffnen für das, was längst da ist.

Wenn wir innerlich weicher werden und den Erwartungsdruck loslassen, wird die Sprache unserer Tiere plötzlich so viel leichter zu hören. Vielleicht ist die größte Veränderung in unserer Wahrnehmung gar nicht, dass unser Tier oder das Feld anfängt lauter zu sprechen. Vielleicht passiert die wahre Magie erst dann, wenn wir endlich aufhören, mit unseren Gedanken ständig dazwischenzureden.

Deinem Tier ist es vollkommen egal, ob Du eine Wahrnehmung perfekt in Worte fassen kannst. Es bewertet Dich nicht. Es sucht nicht nach der perfekten Übersetzung. Es spürt lediglich Deine Präsenz und Dein Herz. Wenn Du Dich unter Druck setzt, spürt es diese Anspannung. Wenn Du aber durchatmen kannst und Dir erlaubst, einfach nur da zu sein, ohne etwas erreichen zu müssen, fließt die Energie und damit die Antwort ganz von selbst. 

Anstatt uns also immer wieder zu fragen, was wir noch tun müssen, um unser Tier zu verstehen, dürfen wir uns heute eine viel sanftere Frage stellen: Was habe ich vielleicht fast übersehen, weil ich zu sehr mit Suchen beschäftigt war?

Ich lade Dich ein, in den nächsten Tagen den Druck loszulassen. Werde weich, atme durch und beobachte, was sich ganz leise zeigt, wenn Du aufhörst zu suchen. Du wirst überrascht sein, was dann den Raum betritt.

Wie geht es Dir mit diesem Thema? Kennst Du diesen inneren Druck auch und wo spürst Du ihn am meisten? Antworte mir gerne auf diese E-Mail, ich freue mich von Dir zu lesen.

Von Herzen,
Tanja