Vielleicht kennst Du diese lauen Abende, an denen ein ganz bestimmter, warmer Sommergeruch in der Luft liegt. Ein Duft, der uns oft an Leichtigkeit erinnert. Doch diese Woche durfte ich in einer Tierkommunikation erfahren, wie genau derselbe Geruch für eine verletzte Hundeseele zu einem unsichtbaren Gefängnis wurde.

Eine Familie meldete sich bei mir, weil ihr Hund von heute auf morgen abends nicht mehr vor die Tür wollte. Dabei war es völlig egal, ob es schon dunkel war oder erst 18 Uhr. Die Freude war eigentlich da, er wedelte beim Anziehen des Geschirrs, doch kaum draußen haute er die Bremse rein und wollte keinen Schritt mehr machen.

Als ich mich mit ihm verbunden habe, war ich selbst ganz gespannt, was sich im Feld zeigen würde. Zuerst nahm ich diesen markanten Abendduft wahr und kurz darauf das Bild eines anderen Hundes, der ihm unheimlich viel Stress machte. Mein erster menschlicher Impuls war der Gedanke an einen Rivalen, der vielleicht um diese Uhrzeit seine Runde dreht. Doch als ich tiefer eingestiegen bin und den Raum für ihn gehalten habe, zeigte sich die wahre Ursache.

Der warme Sommergeruch hatte eine tief verdrängte Erinnerung getriggert. Bei seinem früheren Menschen gab es an so einem Abend eine sehr unschöne Begegnung mit genau diesem Hund. Das Schlimme daran war jedoch nicht nur der andere Hund, sondern das Gefühl der absoluten Schutzlosigkeit. Sein damaliger Mensch war um diese Uhrzeit oft schon benebelt, nicht mehr Herr seine Sinne und der Blick getrübt. Er war innerlich nicht mehr klar, schwankte in seiner eigenen Wahrnehmung und konnte dem Hund dadurch weder Schutz noch Sicherheit bieten. Für ein Tier ist dieser Zustand der Orientierungslosigkeit beim eigenen Menschen zutiefst bedrohlich.

Genau wie bei uns Menschen können auch bei unseren Tieren alte Traumata, die scheinbar längst keine Auswirkungen mehr hatten, durch einen äußeren Trigger plötzlich wieder aktiviert werden. Für diesen Hund war die Angst von damals auf einmal wieder dauerhaft präsent, unabhängig davon, ob der reale Auslöser überhaupt noch existierte. Er fühlte sich ganz in die Zeit damals zurückversetzt.

Ich habe dann energetisch mit ihm gearbeitet, um die tief sitzenden, gespeicherten Emotionen in seinem Energiefeld sanft zu lösen, damit er wieder ganz in seine eigene Mitte und Kraft finden kann. Gleichzeitig haben wir zusammen überlegt, wie seine neue Familie ihm im Alltag aktiv signalisieren kann, dass sie absolut achtsam sind. Er muss die Verantwortung nicht mehr tragen und darf darauf vertrauen, dass sie ihn in keine gefährliche Situation führen.

In einer zweiten kurzen Sitzung habe ich ihm dann noch gezeigt, wie er sich auch ganz bewusst mit der völlig anderen Energie seines heutigen Menschen verbinden kann, sobald er wieder eine Unsicherheit in sich spürt. Er durfte fühlen, wie klar, präsent und stabil seine neue Familie im Vergleich zu früher ist. Seit diesem Moment geht er wieder voller Freude und Leichtigkeit auf seine Abendrunden mit.

Unsere Tiere spüren so viel mehr, als wir oft ahnen. Sie reagieren nicht nur auf das, was im Außen passiert, sondern ganz fein auf unsere Klarheit und die Präsenz, die wir mitbringen.

Hast Du bei Deinem Tier auch schon einmal erlebt, dass ein Verhalten scheinbar aus dem Nichts kam und sich dahinter eine ganz andere, tiefere Geschichte gezeigt hat? Schreib mir gern von Deinen Erfahrungen, ich bin gespannt, was sich in Eurer Verbindung offenbart.

Von Herz zu Herz, Deine Tanja