Vielleicht kennst Du dieses Gefühl, das sich in der letzten Zeit immer deutlicher bemerkbar macht. Es ist diese feine, aber unnachgiebige Stimme in uns, die einfach nicht mehr mitspielen will, wenn wir uns verbiegen. Etwas zu tun, was uns eigentlich gar nicht entspricht, kostet plötzlich unendlich viel Kraft. Der innere Widerstand wächst, und das alte, vertraute „Reiß dich zusammen und zieh es durch“ funktioniert einfach nicht mehr.

Die aktuelle Zeit und die feinen Frequenzen, die uns umgeben, erlauben es uns kaum noch, gegen unsere eigene Wahrheit zu leben. Und das ist ein wunderschönes Geschenk, auch wenn es sich im ersten Moment manchmal anstrengend anfühlt.

Und genau hier dürfen wir den Blick einmal zu unseren Tieren richten.

Wie oft wird in der Hundewelt noch immer etwas trainiert, was für den eigentlichen Alltag überhaupt keine Rolle spielt. Oft geschieht es nur, weil man es eben schon immer so gemacht hat, weil das Tier funktionieren, Gehorsam zeigen oder sich unterordnen soll. Wenn ich an diese alten Begriffe denke, spüre ich, wie sehr sie dem Wesen unserer Tiere widersprechen. Ich bin mir ganz sicher, dass Du mit Deinem Tier einen anderen Weg gehst, einen Weg der echten Verbindung.

Aber manchmal schleicht sich dieses starre Denken auch ganz leise durch die Hintertür in die kleinen Dinge des Alltags ein. Wir alle tragen so viele feste Rahmen, Überzeugungen und Konzepte in uns, was richtig oder falsch, gesund oder ungesund ist. Das gilt für unsere eigene Ernährung und Gesundheit, wo wir oft verlernt haben, auf die Signale unseres Körpers zu hören.

Und genau das übertragen wir dann auf unsere Tiere. Wir folgen strikt den Expertenmeinungen, tun Dinge, weil sie angeblich gesund sein müssen, oder handeln aus einer subtilen Angst heraus, dass dem Tier etwas fehlen könnte.

Was wäre, wenn wir auch hier die Kontrolle abgeben und stattdessen Räume des Vertrauens öffnen?

Ich möchte Dich heute einladen, Dein Herz und Deinen Körper zu fragen, was für Dich im Moment wirklich gut ist, was Dich nährt und Dir entspricht. Und genau diese Freiheit darfst Du auch Deinem Tier schenken. Wir alle tragen diese intuitiven Fähigkeiten in uns, wenn wir uns wieder dafür öffnen. Wenn Du Deinem Tier die Wahl lässt, wird es Dir ganz klar zeigen, was ihm guttut und was nicht. Aus dieser tiefen Verbindung heraus nehmen Tiere oft sogar eine Medizin gerne an, weil sie die Stimmigkeit dahinter spüren.

Das gilt übrigens auch für unser Zusammenleben und die Wünsche, die wir an das Verhalten unserer Tiere haben. Ein Tier kooperiert unheimlich gerne, wenn es Freude an einer Sache hat, oder wenn es spürt, dass uns Menschen etwas wirklich und wahrhaftig wichtig ist. Wenn ich in einem Gespräch vermittle und ein Tier ganz real nachvollziehen kann, warum sein Mensch eine bestimmte Bitte äußert, verändert sich die Situation oft sofort. Wenn es versteht, dass es nicht um starre gesellschaftliche Konventionen geht, sondern um ein echtes Bedürfnis von Dir, erleben wir oft kleine Wunder der Kooperation.

Manchmal zeigt sich in diesen Gesprächen aber auch, dass ein Tier ein bestimmtes Verhalten oder einen Raum für sich einfach braucht. Und genau wie wir, darf auch Dein Tier eigene Bedürfnisse haben, gegen die es sich nicht mehr verbiegen muss.

Darf es also auch bei Euch im Alltag wieder ein Stück weicher und leichter werden? Weg von den Konzepten im Kopf, hin zum Spüren im Herzen.

Ich bin gespannt, was sich bei Dir und Deinem Tier zeigt, wenn Du ihm in den nächsten Tagen einfach mal ganz wertfrei zuhörst. Schreib mir gern von Deinen Erfahrungen.

Von Herzen, Deine Tanja