Ich bin zurück aus meiner Auszeit. Die letzten Tage waren gefüllt mit Ruhe, mit dem weiten Blick in die Natur und vor allem mit einer Stille, die im Alltag oft keinen Platz findet. Während dieser Zeit habe ich wieder einmal tief gespürt: Es geht in der Verbindung zu unseren Tieren fast nie um das Tun. Es geht um das Empfangen.

Vielleicht kennst Du das auch aus Deinem Alltag mit Deinem Tier. Wir meinen oft, wir müssten aktiv etwas leisten, um die Verbindung zu halten oder Antworten zu bekommen. Wir konzentrieren uns, wir senden Fragen, wir versuchen, den Kanal fast schon mit Willenskraft offen zu halten. Wir wollen alles richtig machen und suchen nach Lösungen für jedes kleine Problem.

Doch die intensivsten Momente mit meinen Hunden Maja und Ida erlebe ich nicht, wenn ich mich besonders anstrenge. Ich erlebe sie, wenn ich ganz still werde.

In meinem Urlaub war der Raum um mich herum leer und weit. In dieser Weite hatten die leisen Frequenzen meiner Tiere plötzlich ganz viel Platz. Und dabei wurde mir klar: Wir brauchen eigentlich keinen Urlaub und keine leeren Kalenderseiten, um diesen Zustand zu erreichen. Die Stille, von der ich spreche, ist kein Ort, an den wir reisen, sondern eine Entscheidung in unserem Herzen.

Oft denken wir, wir müssten uns stundenlang zurückziehen, um energetisch bereit zu sein. Doch die tiefste Verbindung entsteht oft in den kleinsten Pausen. Es ist der Moment, in dem Du die Wäsche zur Seite legst, Dich kurz auf den Boden setzt und einfach nur atmest. In dem Du für einen Wimpernschlag aufhörst, die nächste Aufgabe zu planen, und einfach nur das Gewicht Deines Tieres spürst oder das sanfte Heben und Senken seines Brustkorbs beobachtest.

In diesen Sekunden entsteht ein Vakuum. Und genau in dieses Vakuum fließt die Herzenergie.

Wir dürfen uns erlauben, die Erwartungshaltung an uns selbst loszulassen. Es geht nicht darum, eine glasklare Botschaft in Worten zu empfangen. Es geht darum, präsent zu sein. Wenn wir aufhören zu suchen, fangen wir an wahrzunehmen. Vielleicht ist es nur ein Gefühl von Wärme, ein tiefer Seufzer Deines Tieres oder ein zartes Bild, das vor Deinem inneren Auge auftaucht.

Dein Tier ist immer klar. Es ist immer da. Wir sind es, die oft vor lauter innerem Rauschen den Empfang stören.

Ich habe aus meiner Pause die Gewissheit mitgebracht, dass dieser Raum der Stille uns überall zur Verfügung steht. Ich möchte Dich heute einladen, Dir mitten in Deinem Trubel einen solchen Moment zu erlauben. Nicht erst, wenn alles erledigt ist, sondern mittendrin. Setz Dich einfach nur zu Deinem Tier. Atme. Sei da. Ohne etwas erreichen zu wollen.

Was verändert sich in Eurem gemeinsamen Feld, wenn Du das „Wollen“ für ein paar Minuten loslässt?

Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein und mit dieser neuen Klarheit wieder Räume für Dich und Dein Tier zu halten.

Vertrau Deiner Wahrnehmung.

Alles Liebe, Deine Tanja