Vielleicht hast du es bemerkt, denn hier bei mir war es eine ganze Weile ziemlich still. In meinem letzten Newsletter Anfang Januar ging es um den Fokus und darum, nicht noch mehr in unser ohnehin schon gefülltes Nervensystem zu kippen, sondern die Aufmerksamkeit viel bewusster zu lenken.

Und während ich das geschrieben habe, merkte ich ganz tief in mir, dass ich das selbst ernst nehmen möchte. Ich wollte nicht noch eine Mail schreiben, nur um etwas gesendet zu haben, und nicht in deine Inbox flattern, wenn ich innerlich noch nicht wirklich etwas zu sagen habe.

Also war es hier ruhig. Ein paar Wochen Rückzug, Sortieren, weniger Input und mehr bei mir sein. Und genau aus diesem Raum heraus ist dieser Valentinsgedanke entstanden.

Überall begegnen uns an diesem Tag Herzen, Blumen, Aufmerksamkeiten und kleine Gesten im Außen. Und ich habe mich in meiner Stille gefragt, was Liebe eigentlich im Alltag bedeutet, wenn wir den ganzen Trubel einmal beiseiteschieben. Es ist nicht die große Geste, sondern die stille, tägliche Form, die Liebe, die einfach da ist, wenn niemand zuschaut. Die Liebe zwischen dir und deinem Tier gehört genau dazu. Sie braucht keinen besonderen Tag, und vielleicht ist sie gerade deshalb so kraftvoll.

Vor einiger Zeit bin ich über die fünf Sprachen der Liebe von Gary Chapman gestolpert. In seinem Buch „How to Express Heartfelt Commitment to Your Mate“ beschreibt er fünf Arten, wie wir Liebe ausdrücken und empfangen. Wir alle können jede dieser Sprachen sprechen, und doch gibt es meist eine, die sich für uns natürlicher anfühlt als die anderen. Vielleicht magst du dir heute einmal die Frage stellen: Wie zeige ich Liebe? Drücke ich sie eher durch Worte aus, durch Zeit oder durch Fürsorge?

Und dann lade ich dich ein, diese fünf Sprachen einmal ganz bewusst auf dein Tier zu übertragen.

Lob und Anerkennung

In meinen Gesprächen erzählen mir Tiere immer wieder, wie sehr sie sich gesehen fühlen, wenn wir sie bewusst loben. Nicht dieses schnelle, oft beiläufige „Fein gemacht“, sondern echtes Wahrnehmen, Stolz, Freude und Anerkennung. Sie spüren sehr genau, ob wir wirklich berührt sind von ihrem Mut, ihren Fortschritten oder ihrer Geduld.

Zweisamkeit

Viele Tiere wünschen sich vor allem eines, nämlich bewusste Zeit. Zeit, in der wir mit unserer Aufmerksamkeit ganz bei ihnen sind, ohne Handy, ohne Gedankenkreisen und ohne Eile. Ein Spaziergang, bei dem du wirklich mitgehst, oder ein Spiel, bei dem du wirklich lachst. Für sie ist das oft die größte Liebeserklärung.

Geschenke

And ja, auch Geschenke haben eine Energie. Ein neues Spielzeug, eine besondere Leckerei oder ein neues Geschirr, das besser sitzt. Wenn du deinem Tier innerlich erklärst, warum du es ausgesucht hast, fühlt es deine Fürsorge, deine Gedanken und deine Absicht.

Hilfsbereitschaft

Hilfsbereitschaft zeigt sich im Alltag, wenn du dein Tier unterstützt, weil es unsicher ist, wenn du einen Tierarzttermin organisierst oder wenn du dich informierst, wie du es besser verstehen kannst. Tiere spüren dieses Umsorgen sehr tief. Gerade Tiere aus dem Tierschutz oder Tiere am Ende ihres Lebens sprechen oft von dieser Geborgenheit und von dem Gefühl, getragen worden zu sein.

Körperliche Berührung

Und schließlich die Berührung. Nicht jedes Tier liebt ausgiebiges Streicheln. Doch achtsame, respektvolle Berührung mit einem liebevollen Gefühl im Herzen wird fast immer verstanden. Liebe ist auf dieser Ebene unmittelbar fühlbar.

Vielleicht nutzt du die nächsten Tage, um ganz bewusst verschiedene Sprachen auszuprobieren. Und vielleicht beobachtest du auch einmal, wie dein Tier dir eigentlich seine Liebe zeigt. Ist es sein Blick, seine Nähe, seine Geduld oder sein Mitgehen durch all deine Prozesse?

Liebe fließt zwischen euch, leise, beständig und echt. Und manchmal braucht es nur einen Moment der Bewusstheit, um zu erkennen, wie reich beschenkt du eigentlich bist. Vielleicht ist genau das der schönste Gedanke an diesem Valentinstag.

Von Herz zu Herz
Tanja

2 Replies to “Wie zeigst du deinem Tier deine Liebe?”

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