Die Adventszeit ist eine Zeit des Genusses – überall duftet es nach Plätzchen, warmen Gewürzen, Festessen, kleinen Naschereien… und wenn wir mal ehrlich sind: Auch wir Menschen essen in diesen Wochen oft ein bisschen mehr, ein bisschen herzhafter, ein bisschen gemütlicher.
Und während wir schlemmen, sitzen unsere Tiere häufig neben uns und beobachten das Ganze mit großen, hoffnungsvollen Augen.
Vielleicht kennst du diesen Blick… 😄
Darum dachte ich mir: Was passt besser, als euch heute ein paar Antworten von Maja und Ida zu teilen, die in meiner Gruppe vor Kurzem rund um das Thema Fressen gestellt wurden?
Manchmal bringen uns ihre Antworten zum Lachen, manchmal zum Nachdenken – und manchmal zeigen sie uns ganz zart, was ihnen wirklich wichtig ist: Verbindung, Sicherheit, Zugehörigkeit.
Vielleicht findest du dich oder dein Tier ja in der ein oder anderen Antwort wieder.
Und wer weiß – vielleicht gibt es in der Weihnachtszeit auch etwas Kleines, das du mit deinem Tier teilen kannst. Ein Stück gekochtes Gemüse, etwas ungewürzten Fisch, ein Mini-Keks nur für Hunde… Liebe geht schließlich durch den Magen – bei uns allen.
Frage: Warum liebt ihr das Essen vom Tisch mehr als euer eigenes Futter?
Maja: Meist schmeckt das einfach spannender und vor allem duftet es köstlich. Auch wir lieben die Abwechslung. Und es schafft auch Gemeinschaft, wenn wir dasselbe essen. Wir fühlen uns dann dazugehörend.
Ich finde, schöner kann man es kaum ausdrücken. Essen verbindet – egal ob zwei oder vier Beine.
Frage: Fresst ihr lieber alleine oder fresst ihr lieber dann, wenn eure Menschen auch essen?
Maja: Mhhm, ich weiß gar nicht. Bisher habe ich immer allein bzw. zusammen mit meiner Schwester gefressen. Also ich mag es definitiv lieber vor als nach euch zu essen. Mit hungrigem Bauch euch zuzuschauen ist gar nicht nett! Aber es muss nicht zeitgleich mit euch sein.
Wie feinfühlig sie das beschreibt…
Und ja – hungrig jemandem beim Essen zuzuschauen wäre für uns auch nicht ideal.
Frage: Liebe Ida, ich frage mich, warum Ihr Labradore oder Labi-Mischlinge fresst bis nichts mehr da ist, auch wenn es viel zu viel ist?
Ida: Ähm ja, … Mama nennt mich öfter mal Raptor oder kleine Raupe nimmersatt.
Also bei mir ist es so, dass ich in meiner Vergangenheit nicht regelmäßig Fressen bekommen habe und wenn dann musste ich zusehen, dass ich etwas abbekam. Deshalb fresse ich alles, was ich bekommen kann und so schnell es geht. Macht Maja jetzt nicht so. Die ist sogar wählerisch beim Essen und sooo langsam….
Meinst du also, das machen hauptsächlich Labis? Ich dachte das wäre eher individuell oder aufgrund früherer Erfahrungen. Aber wenn ich so drüber nachdenke, macht es ja auch Sinn, dass wir gerne etwas mehr fressen und kuschliger sind. Denn wir haben ja früher im kalten Wasser geholfen. Da braucht man viel Kraft und eine wärmende Speckschicht.
Die hätte ich übrigens auch sehr gern wieder!
Ida… mein Herz.
Wie oft unsere Tiere uns mit ihren Geschichten berühren, wenn wir ihnen wirklich zuhören.
Vielleicht nimmst du aus diesen Antworten etwas mit in die nächsten Wochen:
✨ Ein bisschen mehr Verständnis dafür, warum manche Tiere so schlingen.
✨ Ein liebevolles Schmunzeln darüber, dass Essen für unsere Tiere nicht nur Nahrung, sondern auch Gemeinschaft bedeutet.
✨ Und vielleicht auch die Einladung, achtsam zu spüren, was dein eigenes Tier dir rund um das Thema Futter sagen möchte.
Ich wünsche dir und deinem Tier eine friedvolle, genussreiche Vorweihnachtszeit – voller Wärme, Verbundenheit und kleiner Momente, die Herz und Bauch gleichermaßen glücklich machen.
Von Herz zu Herz,
Tanja
