Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn du deinem Tier so gerne helfen möchtest, aber im Alltag das Gefühl hast, es einfach nicht richtig zu verstehen. Es wirkt dann fast so, als würdest du im Nebel stehen und dich voller Zweifel fragen, was dein Tier gerade wirklich braucht, wie es ihm geht und warum sich deine eigene Wahrnehmung manchmal so unsicher anfühlt. Was ich dir heute mitgeben möchte, ist etwas, das ich in fast jeder meiner Tierkommunikationen aufs Neue erlebe. Du weißt eigentlich schon so viel mehr, als du glaubst, und dein Tier spricht längst mit dir, auf eine viel direktere Art, als dein Verstand es vermutet.
Immer wieder erzählen mir Menschen im Gespräch von Entscheidungen, die sie für ihr Tier ganz unbewusst getroffen haben, ohne sie im ersten Moment logisch begründen zu können. Sie sind einem feinen Impuls gefolgt, weil sich irgendetwas in ihnen genau so angefühlt hat. Und jedes Mal, wenn ich danach mit dem Tier spreche, zeigt es mir genau dasselbe. Die Menschen wussten es bereits. Sie haben nur nicht gewusst, dass sie es wissen.
Wenn der Körper die Wahrheit flüstert
Unser inneres Wissen fühlt sich nämlich ganz anders an, als wir es gewohnt sind. Viele von uns verwechseln die eigene Intuition mit den Gedanken, die aus dem Verstand kommen, obwohl sich beide Ebenen im Körper vollkommen unterschiedlich anfühlen. Die Gedanken aus dem Verstand sind meistens laut, zweifelnd, unruhig und voller Analysen. Die Intuition, die aus der reinen Herzverbindung zu deinem Tier fließt, ist dagegen ruhig, klar und im Körper unmittelbar spürbar. Sie bringt eine ganz leise, warme Gewissheit mit sich, ein feines Gefühl, das dir sagt, dass es genau so stimmt.
Bestimmt gibt es auch in deinem Leben Bereiche, in denen du ganz genau weißt, dass etwas wahr ist, ohne dass du es rational erklären könntest. Wenn du einmal ganz bewusst darauf achtest, wirst du merken, wie sehr dein Körper dir dabei hilft, diese leise Intuition von den lauten Gedanken im Kopf zu unterscheiden.
Ein Moment der stillen Gewissheit
Erst vor wenigen Tagen hatte ich wieder ein Gespräch in meiner Praxis, das mich tief berührt hat. Die Hündin einer Kundin zeigte mir sehr klar, dass sie im Moment keine großen Portionen mehr fressen kann, weil der Magen danach nach oben drückt und ihr das Atmen schwerer macht. Sie wünschte sich stattdessen mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Als ich das ihrer Halterin erzählte, war sie ganz erstaunt und sagte mir, dass sie das seit zwei Wochen genau so macht. Sie wusste eigentlich gar nicht warum, aber etwas in ihr hatte ihr gesagt, dass es so im Moment besser für ihre Hündin sei.
Genau das ist echte Verbindung. Das ist intuitive Kommunikation und ein tiefes Herz-zu-Herz-Wissen, das wir gar nicht erst erklären müssen. Ob sie diese Information nun rein telepathisch empfangen hat oder ob ihr eigener Körper das feine Unwohlsein der Hündin wahrgenommen und unbewusst umgesetzt hat, spielt am Ende überhaupt keine Rolle. Beides ist Ausdruck derselben tiefen Verbundenheit. Ihr System hat ganz still und selbstverständlich verstanden, was das Tier braucht.
Du bist viel näher dran, als du glaubst
Vielleicht zweifelst du manchmal an dir selbst und denkst, dass du dein Tier nicht richtig verstehst. Aber ich möchte dir aus der Erfahrung von hunderten von Gesprächen versichern, dass unsere Tiere die ganze Zeit mit uns sprechen. Wir nehmen so viel mehr auf, als unser Verstand zulassen möchte, und du bist in einer weitaus engeren Verbindung mit deinem Tier, als du dir im Alltag zutraust.
Wenn du beginnst, diesem inneren Wissen wieder zu vertrauen, verändert sich unglaublich viel. Deine Wahrnehmung wird feiner, deine Entscheidungen werden klarer, dein Umgang mit deinem Tier wird natürlicher und dein eigenes Herz wird spürbar ruhiger. Dein Tier kennt dich und du kennst dein Tier, auf einer Ebene, die viel tiefer liegt als alle geschriebenen Worte.
Eine Einladung an dein Gefühl
Ich möchte dich für die nächsten Tage zu einer ganz kleinen, sanften Übung einladen. Wenn du das nächste Mal eine Entscheidung für dein Tier triffst, achte einmal ganz bewusst auf dein allererstes Gefühl, noch vor dem zweiten, dem erklärenden Gedanken deines Verstandes. Frag dich ganz kurz, wie sich dieser erste Impuls in deinem Körper anfühlt. Ist da eine Weite, eine Ruhe und ein weiches Gefühl, oder zieht sich in dir etwas eng und druckvoll zusammen?
Du wirst sehr schnell spüren, woher die Information kommt, ob aus deinem Kopf oder direkt aus eurer gemeinsamen Verbindung. Und vielleicht wirst du mit einem Lächeln feststellen, dass du schon sehr lange genau das Richtige tust.
Wenn du das Bedürfnis verspürst, dein Tier noch klarer zu verstehen und deinem eigenen Gefühl wieder mehr zu vertrauen, begleite ich dich auf diesem Weg von Herzen gerne.
Von Herz zu Herz, Tanja
