Manchmal sind es kleine Dinge, die uns stutzen lassen: ein ungewohntes Verhalten, ein Rückzug, weniger Freude an dem, was sonst geliebt wird.

So war es auch bei Ida.

Seit zwei Tagen war sie plötzlich ganz anders. Verhuscht. Zurückgezogen. Statt wie sonst mit uns im Garten unterwegs zu sein, setzte sie sich immer wieder einfach nur hin. Schaute. War da – aber irgendwie nicht wirklich. Nicht wie sonst.

Natürlich habe ich sie gefragt. Und sie hat mir gezeigt: Alles ist in Ordnung. Kein Schreckmoment, keine Sorge, keine energetische Disbalance. Also dachte ich: Vielleicht die Sonnenstürme? Oder der Vollmond?

Doch am nächsten Tag kam der Impuls, mal ganz bewusst körperlich zu spüren – nicht nur emotional oder energetisch hinzufühlen. Und da war sie: eine Blockade. Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte. Als ich sie vorsichtig abtastete, hat sie deutlich reagiert.

Das Spannende: Sie hat sich äußerlich nicht viel anmerken lassen. Ist weiterhin die Treppe hochgerannt, hat im Garten gebellt, sich gefreut, wenn wir nach Hause kamen. Alles ganz „normal“. Und doch war etwas anders.

Sie selbst wollte es vielleicht auch gar nicht wahrhaben. Hat es verdrängt, überspielt. So wie wir Menschen das auch oft tun. Wenn etwas weh tut, machen wir trotzdem weiter. Ignorieren die ersten Anzeichen. Geben unserem Körper nicht den Raum, den er braucht.

Unsere Tiere tun das auch. Sie verstecken Schmerz, solange sie können. Und zeigen ihn erst, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt – oder wenn wir ganz bewusst hinspüren.

Deshalb meine Einladung an dich heute:
Wenn dein Tier sich verändert, anders wirkt, sich zurückzieht oder untypisch verhält – halte einen Moment inne. Frage dich nicht nur, was emotional oder energetisch los sein könnte. Sondern frage auch den Körper. Vielleicht ist da etwas, das gesehen werden will.

Ida hat heute einen Termin bei einer Osteopathin. Ich bin froh, dass ich noch einmal anders hingeschaut habe.

Von Herz zu Herz
Tanja